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Mittwoch, November 03, 2010

Der Hut hat entschieden…

… ich bin ein Hufflepuff!

Said Hufflepuff, "I'll teach the lot, and treat them just the same."

Hufflepuff-Schüler sind freundlich, gerecht und und bescheiden.

Ich bin da ganz gut aufgehoben. Aber ich finde das Schulkonzept an sich schlecht, da werden gleichartige Kinder zusammen gesteckt und verkehren nur untereinander. Fragwürdig, oder?


Take the most scientific Harry Potter Quiz ever created.

Get Sorted Now!

Mittwoch, September 22, 2010

Proof of Life

Bin noch da. Tue meine Dinge.

:D

Ich will wieder schreiben, aber es läuft wieder nicht so, wie ich es gerne hätte. Ich schreibe ein paar Sätze, lösche sie wieder. Ich habe eine falsche Abzweigung genommen und muss den Weg erst wieder finden.

Man sollte meinen nach fünf Romanen wäre genügend Erfahrung da, um solche Blockaden zu beseitigen… Fehlanzeige. Verdammich.

Naja, eigentlich weiß ich ja, wo das Problem liegt. Ganz grundsätzlich liegt es an meinem inneren Schweinehund, ich räume mir keine Zeit zum Schreiben ein und lasse mich ablenken.

Ich müsste wieder im Zug schreiben. Morgen habe ich wieder meinen Block dabei!

Verdammtnochmal! Irgendwann muss es doch mal weitergehen, mein Vater fragt mich schon, wann er die Fortsetzung von Kubilabala haben kann. Bisher gibt es drei Kapitel von Mitakuku.

Freitag, August 27, 2010

Urheberrecht ist schlecht

Im Spiegel-Magazin gab es einen äußerst interessanten Artikel, zu finden hier, darüber wie Deutschland um 1900 eine weltweit beispiellose Blüte an wissenschaftlichem, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt erfuhr.

Weil es damals noch kein Copyright gab.

Druckereien schossen wie Pilze aus dem Boden und fertigten "Raubdrucke" von eigentlich teuren Werken an. Jeder einfache Bürger konnte sich Bücher leisten, Anleitungen zur richtigen Aussaat, Goethes Werke, lauter tolle Sachen.

In England gab es zu dieser Zeit bereits Copyrightbullshit und Bücher, die damals einzige Möglichkeit Wissen und Kultur weiterzugeben, konnten sich nur sehr reiche Leute leisten. So kostete eine Bibel damals immer noch um die 10.000 Euro.

Deutschland wurde das Land der Dichter und Denker.

Cee-Lo hat einen Song über YouTube promotet, ich habe ihn auch gebloggt, der letzte Eintrag vor diesem hier, ein richtig geiler Titel, eingängig und er wurde sofort mit verschiedenen anderen Songs gemasht, zum Beispiel mit einem Titel 50Cent und sowas. Dann hat sein eigenes Label das Video gesperrt und jedes aufkommende Interesse für das neue Album sofort abgewürgt.

Wie DUMM!

Wir müssen das Copyright abschaffen, sollen die Leute sich doch alles kopieren und ziehen und saugen und rippen, die Vergangenheit zeigt, das es von Vorteil ist Wissen allen frei zugänglich zu machen.

Ohne Gegenleistung für den Produzenten, Autor oder Künstler muss das nicht laufen, es gibt eine ganze Reihe von möglichen Modellen.

Und jetzt zu etwas völlig anderem:

Jack Johnsons neues Album ist super. Legt es euch zu. Und jetzt schaut euch mal dieses Video an. Innovativ, entspannend und mit wunderschönen Aufnahmen von Wasser, Wellen, Himmel und einem bärtigen Surfer, der seinen Song singt.

Samstag, August 21, 2010

“F**k you!” von Cee Lo Green

Catchy, shiny und warum der Inhalt des Songs auch für mich gerade aktuell ist, irgendwie zumindest, dürft ihr selbst heraus interpretieren, hattet ihr sicher genauso lange in der Schule wie ich.

“Homo faber” von Max Frisch. MAX FRISCH!

MAX FRISCH!!!

AAAH!

Reist um die Welt, erlebt Abenteuer und lässt nichts an sich heran, sein von Geiern gefressener Freund, Flugzeugabsturz in der Wüste, am Ende hat er mit seiner Tochter geschlafen, ist an ihrem Tod Schuld, erfährt dass er Krebs hat und will sich mit seinem Essbesteck die Augen ausstechen. Deutsche Hochliteratur. Naja, eigentlich war es die einzige Schullektüre die mir wirklich gefallen und etwas gebracht hat. “Biedermann und die Brandstifter”, ebenfalls von Max Frisch haben wir auch kaputt interpretiert, bis es mir aus den Ohren kam. Das ist ein Scheißbuch.

Die Parallelen von “Homo faber” zu meinem Roman “Kubilabala” werden mir gerade deutlich. Erschreckend.

Das kann man auch untersuchen, ich werd meine Deutschlehrerin von damals mal im Fitnessstudio ansprechen, die können auch meine Bücher interpretieren bis jeder Sinn seinen Sinn verliert. :D

Hier jetzt der Song, einfach auf dieses Dreieck klicken, das nach backbord weist, ihr werdet es nicht bereuen, allein wegen der Typographie und der Animation schon nicht. Und die Farben. Echt cool gemacht.

 

Cee Lo Greens Website: www.ceelogreen.com

Montag, Mai 31, 2010

Rezension zu “Alice on Speed” von Sebastian Keller


Kürzlich rief Sebastian Keller, der Autor der "Memphisto"-Pentalogie, auf seinem Blog dazu auf, für ihn eine Rezension zu verfassen. Er schickte mir also seinen Roman "Alice on Speed" und ich las ihn innerhalb einer Woche.
Dies ist die Rezension. image

Ich halte das Buch gerade in Händen, es ist schmal, kein dicker Wälzer, liegt angenehm in der Hand. Die Coverillustration ist hypnotisch, man kann sie nicht lange anschauen, aber das ist so gewollt und es gibt einen Ausblick darauf, was einem in dem Buch erwartet.
Dieses kleine Vorschaubild, wird dem Design nicht gerecht.

Schon das Cover ist eine Herausforderung von Sebastian Keller an seine Leser.

"Alice von Speed" ist eine Amalgamierung von verschiedenen Werken der westlichen Literatur und wie schon der Titel andeutet, findet sich nicht wenig von Lewis Carrols "Alice im Wunderland" wieder. Da wäre zum Beispiel das Motiv des unschuldigen Mädchens, das in einer unheimlichen, verwirrenden Welt eintaucht. Eine weitere wichtige Quelle ist Goethes "Faust", das Keller gerne zitiert und sogar in die Handlung einflechtet, auf eine Art und Weise die an Dreistigkeit und Mut kaum zu überbieten sein dürfte.

Ich habe einige kritische Punkte aufzuzählen und der Leser möge davon nicht abgeschreckt werden, schließlich handelt es sich nur um die Meinung EINES anderen Menschen. Außerdem ist hinzuzufügen, dass dies ein Erstlingswerk ist!

Mein erster Roman sollte auch mal so eine ernste Rezension erfahren! Sebastian…?

Betrachten wir zunächst die Hauptfigur Felix Knecht. Dieser ahmt Menschen so gut nach, dass er sogar deren Denkweise übernehmen kann, sagt der Klappentext.

Da liegt der Hund begraben, das Hauptproblem, dass ich mit dem Roman habe.

Ein Mensch ohne eine eigene, starke Persönlichkeit, der die Eigenheiten anderer Menschen wie ein Schwamm aufnimmt, ist ein denkbar ungeeigneter Hauptcharakter, da er sich aufgrund seiner Eigenartigkeit überhaupt nicht als Identifikationsfigur eignet.
Ein Leser sucht eine Figur, die ihm Interpretationsfläche für sich selbst dient. Ohne diese Verbindung baut sich keine persönliche Beziehung auf.

Das wäre ja zu verschmerzen, könnte man mit einer anderne Person mitfühlen. Trotz einer erfolgenden Erläuterung der Empfindungen und Einblicke in die Gedanken der Figuren bleibt die Seelenwelt unergründet und nicht nachfühlbar.
Eindimensionale Figuren, das Gegenteil von dem, was ein "Charakter" sein sollte.

Es ist geradezu tragisch!

Die Figuren waren mir egal. Ihre Geschicke waren mir egal und das darf nicht sein, man muss sie hassen oder lieben. Oder beides.

Manchmal hab ich einfach nur den Kopf geschüttelt, da die Charaktere nicht nachvollziehbar handelten. Es mag sein, dass das in einem gewissen Rahmen gewünscht und erforderlich für den Roman ist, der ja mit Verwirrung und Chaos kokettiert, aber überhaupt nicht verstehen zu können, warum die Figuren etwas tun, manchmal etwas Dummes und Sonderbares, ist keine gute Voraussetzung für Lesespaß, Spannung und Interesse.
Ich bin noch nie so oft bei einem Buch eingeschlafen und das ist kein Witz. Leider.

Die Motivation hinter Allem bleibt mir verschlossen. Worum geht es?
Der Plot ist mit heißen Nadeln lose gestrickt, er erscheint bedeutungslos, es gibt japanische Musikproduzenten, deutsche Naziwissenschaftler, allerlei schräge Typen und alternative Rockbands, die ganz seltsames Liedgut haben, das Sebastian Keller uns auch nicht vorenthält, nein, er bringt es in voller Länge ein.
Weniger wäre hier mehr gewesen.
Etwas mehr Humor hätte dagegen nicht geschadet.
"Alice on Speed" ist nämlich bierernst und weitestgehend spaßfrei.

Zur Sprache. Sie bietet einen Kontrast zur Handlung. Sie ist distanziert und kühl, konservativ und hat starke Manierismen, es kommt mir so vor, als hätte das Buch niemand gegengelesen und Keller es nicht einmal mehr überarbeitet.
Ich kann nur wieder sagen, dass ich annehmen muss, dass das so gewollt ist. Es muss einfach gewollt sein, da es so zwanghaft ist, was die Figur des Knecht widerspiegelt. Manche Formulierungen finden sich immer wieder. Es ist natürlich möglich, dass das alles zum Konzept gehört.
Aber wie gesagt, erschließt es sich mir nicht.

Was ich aber wirklich hervorheben muss, sind die verschenkten Möglickeiten!

Sebastian Keller hat die Szenen schwach inszeniert, farblos und besonders bei den Actionsequenzen wird das deutlich.
Been here done that.
Er hakt die spaßigen Sachen ab, Verfolgungsjagden, Schießereien, etcetera und ergeht sich dann wieder in Betrachtungen der abstoßenden, bemitleidenswerten Figur des Felix Knecht.

Desweiteren hat mich gestört, dass alles beliebig austauschbar ist, es ist egal wo etwas spielt, ob Japan oder Deutschland. Länder und Orte sind nicht auszumachen, da es praktisch keine Details zu lesen gibt, die einen Unterschied deutlich machen würden.

"Alice on Speed" begeht aber noch einen weiteren Fehler: Er ist zu zahm, zu zurückhaltend.
Ich hätte mehr Sex und Brainfuck begrüßt und dann hätte ich auch den Vergleich mit Robert Anton Wilsons und Robert Sheas "Illuminatus-Trilogie" gerne gezogen. Denn in die Richtung bewegen wir uns schon.
Etwas drastischer hätte es sein müssen, um die Türen zum Wahnsinn aufzustoßen, die Keller hier ganz offensichtlich suchte.
Ich mochte "Illuminatus" überhaupt nicht, aber ich konnte den Anspruch der beiden Autoren an sich selbst erkennen.

Mein Fazit ist, "Alice on Speed" will verrückt und abgedreht sein, verwirrt aber nur und ist voller verschenkter Möglichkeiten.

So, Sebastian, ich hoffe diese ehrliche, harte und wenig nachsichtige Kritik hilft dir dich zu verbessern, denn darum geht es. Wir wollen immer besser werden, Stagnation ist nicht so schlimm für einen Schriftsteller wie Dan Brown, aber wir haben ja einen künstlerischen, ästhetischen Anspruch ;-)

Jetzt lest den Text nochmal und stellt euch vor Marcel Reich-Ranicki würde sprechen :D

Montag, April 19, 2010

Meine Website

Meine Website ist jetzt zweisprachig, schon seit ein paar Tagen und gerade stelle ich fest, dass ich Deutschlands Bestsellerautor Nummero Uno Andreas Eschbach, damit überholt habe! Der hat nämlich vor, seine Seite auf Englisch und Französisch anzubieten, aber ich hab es zuerst. HAHA!

Hätte ich jetzt noch seine Leserschaft, seine Popularität in Europa (er hat kürzlich den Bob-Morane-Preis aus Frankreich erhalten), dann wäre ich am Ziel und könnte die Beine hochlegen, während ich überlege, wo ich das ganze Geld, das ich verdienen würde, krisensicher anlege und ich rede hier nicht von einer Bankenkrise.

ZOMBIES!!!!

Besucht meine Website doch mal, ich finde, sie wird immer schöner. Bald gibt es noch neue Fotos von mir und das allein war mir jetzt einen Blogpost wert :D

Dienstag, März 30, 2010

www.schriftsteller-werden.de

Jaqueline hat mich auf www.schriftsteller-werden.de mich selbst vorstellen lassen:

http://www.schriftsteller-werden.de/interview/meine-leser-stellen-sich-vor/

Der “Schriftsteller-werden”-Blog ist eine wöchentliche Anlaufstelle von mir und hat es sich zum Ziel gesetzt Schreibtipps an den Mann und die Frau zu bringen. Wirklich viel konnte ich davon bisher nicht gebrauchen, weil ich von meiner Arbeitsmethode einfach nicht wegkomme.

Durchplanen und –plotten ist einfach nicht meine Sache. Aber ein bisschen Planung ist schon wichtig und das hat mir Jaqueline näher gebracht ;-)

Gerade hab ich wieder drauflos geschrieben, nachdem ich mir in den vergangenen Wochen ein grobes Storykonstrukt geschaffen habe. Die besten Einfälle kommen mir beim Schreiben, nicht, wenn ich mich hinsetze und überlege, was ich schreiben könnte. Kapitel 1 von "Mitakuku” ist jetzt fertig.

Weitere Erfolge:

  • Der Drehort für die ersten Aufnahmen des “Kubilabala”-Werbespot-Trailer-Clips steht.
  • Hab in der Buchhandlung, bei der ich vor fast 10 Jahren ein Praktikum machte einen Stapel Flyer und eine Visitenkarte hinterlassen. Das wird meine Verkäufe ein wenig beflügeln.
  • Wichtiger aber: Ich werde womöglich eine Lesung in der Buchhandlung machen. Das wird großartig!

Mittwoch, Februar 24, 2010

Indiana Jones und das Schicksal von Atlantis

image

Comic-Relief-Nazis, okkulte Zeremonien, böse Wissenschaftler und eine heiße Rothaarige…

Indiana Jones und das Schicksal von Atlantis hat alles, was ein Indiana Jones braucht.

Die Story stammt aus dem Spiel von LucasArts und mein Kumpel Dale Dassel arbeitet gerade an einer Romanfassung; es gibt Comics zum Spiel, es gab ein stümperhaftes Werk, das alle Dialoge zusammenfasste, aber nie einen Roman!

Ich bin mit der Übersetzung ins Deutsche betraut und arbeite gerade fieberhaft daran, möglichst viel in der Zeit vor meinem Zivildienst, der in wenigen Wochen beginnt, zu schaffen.

imageWir scheren uns nicht um Lizenzen, wir wollen schließlich kein Geld verdienen. Von Fans für Fans entsteht hier eine fantastische, actionreiche Neudichtung der Story um Sophia Hapgood, Indiana Jones und Nur-Ab-Sal, dem letzten König von Atlantis, der als Geistführer Sophia Hapgood anleitet, auf ihrer Suche nach Atlantis.

Das da rechts, ist Dale und hier geht es zu seiner Website, auf der man die – momentan - ersten zehn Kapitel des englischen Originals lesen kann: http://newsradiofanfic.angelfire.com/Atlantis.html

Seit gestern haben wir einen weiteren Mitarbeiter am Projekt!

Jan liest Korrektur und so kann ich heute schon den Prolog veröffentlichen. Aber ich klatsche hier nicht die ganzen 20 Seiten rein, keine Sorge, nur ein kleiner Auszug ;-)

Prolog

 

Indiana Jones saß in der Klemme. Buchstäblich. Der Durchgang war dunkel und kühl, Wände drückten gegen seine Schultern, hatten ihn im Griff wie eine Schraubzwinge. Unglücklicherweise hatte er seine Lederjacke nicht zum Schutz bei sich.

Indy bewegte sich ungeschickt und kam in dem engen Gang nur schwerlich voran. Auf den Knien kriechend zog er sich selbst mit einer Hand nach vorne, während er eine dicke, elektrische Taschenlampe in die tiefschwarze Finsternis richtete. Ihr schwacher, flackernder Strahl brachte nur einige wenige Meter Boden zum Vorschein, der sich scheinbar in die Unendlichkeit erstreckte.

Die Batterien waren fast aufgebraucht, aber er hoffte, dass sie noch ausreichen würden, bis er das andere Ende des Tunnels erlangt hatte. Andernfalls wäre er gezwungen in der Dunkelheit seinen Weg zu finden. Er stand unter Zeitdruck, in Aussicht düsterer Konsequenzen. Wenn er ohne das Götzenbild zurückkam, war Marcus Brody so gut wie tot.

"Komm schon, nur ein kleines Stück.", murmelte Indy zu sich selbst in der staubigen Stille. Schweiß perlte von seinen Brauen und rann ihm in die Augen. Indy blinzelte den salzigen Stich weg, konnte nicht aufhören sich das Gesicht zu wischen. Er musste weiter. Plötzlich stieß er auf eine Erhebung unter sich, knallte mit seinem Ellbogen hart gegen die Wand. Die Taschenlampe rasselte zu Boden, erlosch und stürzte ihn in einen pechschwarzen Kokon aus Dunkelheit.

"Verdammt!", fluchte er und tastete auf dem Boden herum, bis er die Taschenlampe wiedergefunden hatte. Indy drückte den Schalter mehrmals an und aus, ohne Wirkung. Frustriert schlug er das Ende der Lampe auf die Erde - stotternd durchschnitt ein schwacher Strahl die staubige Luft. "Gut. Jetzt bleib an."

"Haben sie schon etwas gefunden, Jones?", hallte eine dumpfe Stimme durch den Korridor. Offenbar war Mr. Smith kein geduldiger Mann und Indy wusste, dass er es sich nicht leisten konnte, den großen, blonden Fremden mit dem unbestimmbaren Akzent, länger warten zu lassen.

"Noch nicht.", rief Indy zurück über seine Schulter.

"Dann halten sie die Augen offen.", befehligte Smith, der am Beginn des Durchgangs eine Pistole auf Marcus richtete.

Der englische Kurator war Mitte Sechzig und das war - für einen Mann wie ihn - kein gutes Alter, um sich auf der Suche nach Artefakten in der Welt herumzutreiben.

Entgegen seiner eher furchtsamen Natur war Marcus seit ihrer Suche nach dem Heiligen Gral letzten Sommer wesentlich wagemutiger geworden - zumindest was ihre Jagd nach archäologischen Relikten betrifft.

Obwohl diese Erfahrung Brody mehr Selbstvertrauen geschenkt hatte, zog Indy es vor, seinen alten Freund nicht noch darin zu bestärken. Aber dafür war es jetzt ohnehin zu spät. Marcus war hier und sie waren beide in Schwierigkeiten. Wenn er die Statue nicht finden sollte, wusste Indy nicht, was er tun würde. Besonders weil er weder Peitsche, noch Revolver bei sich hatte. Er kämpfte sich durch eine hauchdünne Schicht Spinnweben, die sich quer durch den Korridor spannte wie ein grauer Trauerschleier. Er fragte sich, ob diese Passage je ein Ende finden würde. Kaum hatte er den Gedanken gefasst, fiel der Boden ab und entließ ihn auf eine harte, ebene Oberfläche. Indy drehte sich um und sprang auf die Füße. Er fuhr mit dem Licht in jede Richtung, um seine Umgebung zu erkunden. Er fand sich in einem größeren Raum wieder, der etwa drei Meter breit und vielleicht dreimal so lang war. Dicke Holzstämme kreuzten die Decke hoch über ihm.

Die Wände waren von staubigen Regalen gesäumt.

Der Archäologe blinzelte ungläubig, als sein Lichtstrahl Reihe für Reihe Töpfe und Gefäße überflog: stumpfgoldene Barren und kunstvolle Bildhauerarbeiten aus Messing, Stein und Ebenholz.

Da waren tausende Gegenstände, praktisch und buchstäblich ein Warenhaus an antiken Reichtümern, mehr Schätze als man in einem einzigen Leben hätte erstehen und sammeln können. Der Anblick machte ihn atemlos.

Freitag, Februar 19, 2010

Alice im Wunderland – Test

Donnerstag, Januar 28, 2010

J. D. Salinger ist tot

Nach Michael Crichton ist jetzt auch der zweite Schriftsteller gestorben, der mich sehr geprägt hat. “Der Fänger im Roggen” war von ihm, der kam schon 1951 raus.

Wer den nicht kennt, sollte das unbedingt ändern!

Salinger hat in einer selbstgewählten Klausur seine letzten Jahrzehnte verbracht, abgeschieden von der Öffentlichkeit und er hat nichts mehr veröffentlicht.

Er wurde 91 Jahre alt. Ein gutes Alter.

Dienstag, Januar 12, 2010

"Der Mord eines Gringo” jetzt im Handel!

untitled Ich hab vor langer Zeit, vor vier Jahren, eine Kurzgeschichte geschrieben und sie in meiner damaligen Schulklasse rumgehen lassen. Wie man das mal so macht, wenn einem im Angewandte-BWL-Untericht langweilig ist. Um den Shop und den Service von epubli.de zu testen, habe ich dort die .pdf-Datei hochgeladen und als etwa vierzigseitiges Heft veröffentlicht.

Der Preis beträgt 3,99 Euro.

Leider sind die Portokosten happig.

Hier gehts zum Shop!

Dienstag, Dezember 15, 2009

Mitakuku

Mich hat es gepackt und ich hab es nun doch schon wieder getan!

Obwohl ich bei meinem neuen Roman Mitakuku erst alles durchplanen und konzeptionieren wollte, hab ich einfach wieder angefangen und die erste geplante Szene niedergeschrieben, also hat heute die Arbeit an meinem äh, ich muss mal aufzählen… Isla Hupia, MaryJanes Son, Kimali, Kubilabala

Also an meinem fünften. Heute hat die Arbeit an meinem fünften Roman begonnen.

NUMMER 5! HAMMER!

Meine Methode war bisher, dass ich keine hatte, ich hab irgendwo angefangen und irgendwo aufgehört, ich hatte eine Vorstellung, was ich schreiben wolle, aber nie einen festen Plan an den ich mich hielt. Das ist eine sehr kreative und aufwendige Art des Schreibens, da sich viele Faktoren ändern, weiterentwickeln und man das Gesamtbild nicht aus den Augen verlieren darf. Deshalb bin ich nicht der Produktivste, meine bisherige Art zu Schreiben dauert Zeit.

Und es ist schon wieder der 15. und das ist keine Absicht! die letzten beiden Romane habe ich auch an einem 15. begonnen. Mein Biorhythmus ist erstaunlich :D

Für Mitakuku möchte ich nur ein Jahr brauchen, damit Weihnachten nächsten Jahres die Fortsetzung von Kubilabala in den Regalen steht. Der Umfang wird wahrscheinlich das Doppelte betragen, ganz klar, es wird viel geschehen, zwischen den Buchdeckeln. Verraten wird nichts.

Ich habe nun, da ich den zweiten Teil einer Trilogie schreibe, von der Teil 1 und 3 schon fertig sind, einen enggesteckten Rahmen von Zeit und Handlung, an den ich mich halten muss. Die meisten Figuren existieren bereits und können jetzt nur noch an Tiefe gewinnen. Um das Buch umsetzen zu können, muss ich diesmal anders vorgehen, als bisher. Bin gespannt, ob mir das gelingt.

Sonntag, Dezember 06, 2009

Der aktuelle Stand bei Kubilabala oder "Hacker, Cracker, Bauernschlepper"

Kubilabala ist jetzt gerade 3 Wochen auf dem Markt und ich hab bereits 14 Exemplare verkauft :D

Vielen Dank an alle Käufer, ich hoffe, ihr werdet euren Spaß haben und zufrieden sein.

Das läuft besser, als ich dachte. Natürlich dürften das ausschließlich Familienangehörige, Freunde und Kollegen sein, aber meine Werbekampagne hat ja noch nicht angefangen...
Es wird Flyer geben, Lesungen, Poster, vielleicht sogar einen Kinowerbespot!
Ich bin gespannt, was sich umsetzen lassen wird.

Im Moment hängt alles am Geld, mein Paypal-Konto wurde geknackt und jemand hat für knapp 200 Euro virtuelle Drachenmünzen für ein Onlinerollenspiel gekauft, von dem ich noch nie etwas gehört hab (insgesamt 5000 Münzen, das reicht sicher für ein paar geile Rüstungen und Schwerter).
Ich warte jetzt nur noch darauf, dass Paypal mir mein Geld erstattet, die werden mich aber hängen lassen und sicher bis Ende des Jahres Zinsen für mein Geld kassieren.

Das Internet sollte unser Leben vereinfachen und das einzige, das einfacher geworden ist, ist der Klau von Identitäten. Ich hab natürlich sofort überall meine Kennwörter geändert, bei knapp Hundert verschiedenen Konten auf Websites und in Shops hab ich natürlich keine Hundert verschiedenen Passwörter...
Stellt euch diesen Alptraum vor:
Die Daten bei einem Anbieter, sagen wir mal Web.de, werden geklaut und jemand hat jetzt meinen Namen und das Kennwort, das ich bei vielleicht zehn- oder fünfzehn verschiedenen Seiten verwendet habe, er kann jetzt mit meinem Namen schalten und walten, als hätte er einen Blankoscheck mit meiner Unterschrift!
Hätte der Hacker-Cracker-Hurensohn mein Kennwort bei PayPal geändert, hätte ich mich gar nicht mehr einloggen können, um IHM den Zugang abzuschneiden.

Freitag, November 13, 2009

Kubilabala im Handel!

Mein Roman Kubilabala ist jetzt für nur 12,90 Euro im Handel erhältlich, in jeder Buchhandlung und auch bei:

 

Die ISBN lautet: 383 912 606 1

Reinschauen könnt ihr bei Google Books und hier mal in Kürze der Klappentext:

“Jérôme wollte doch eigentlich nur seinen alten Freund zu Grabe tragen. Die Teenagertochter, die Dimitri hinterließ und der Killertrupp, der sie jagt, machen sein Leben nicht einfacher. Jetzt muss er einigen Leuten mehr in ihr Grab helfen, als ihm lieb ist... wenn er seine Haut retten will.

Kubilabala ist der Auftakt einer Trilogie um den jungen Stuntchoreografen Jérôme Beaumont, dem die Scheiße bis zur Hutschnur steht.

Wahrhaftig, ehrlich, kompromisslos und eine Hommage auf die Pulpromane der Sechziger Jahre.”

BESTELLEN! LESEN! MEINUNG MAILEN!

 

UPDATE:

www.kubilabala.de hat einen kompletten Neubau erfahren :D

Hat mich den ganzen Tag gekostet, fast 10 Stunden!

Freitag, Oktober 16, 2009

Wer nicht bereit ist, sich an neue Gegebenheiten anzupassen, muss aussterben.

Vor 65 Millionen Jahren schlug vor der Westküste Indiens eine Meteorit ein, der das Shiva Bassin http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,655449,00.html  formte und das Leben auf der Erde innerhalb
eines Momentes vor gänzlich neue Herausforderungen stellte. 90 Prozent aller Tierarten starben aus und während manche Arten sich scheinbar gar nicht änderten, Haie in etwa, entwickelten sich die kleinen Säugetiere zu einer neuen, großen Reihe von verschiedenen Spezies, die alle erdenklichen Lebensorte besiedelte.
Spätere Eiszeiten haben immer wieder Einfluss auf die Evolution genommen und so passte sich der Frühmensch in Europa an das raue Klima an, hatte eine gedrungene Gestalt, der Neandertaler war in unseren Augen sicher keine Schönheit, aber er hatte sich angepasst. Nur änderte sich das Klima darauf wieder und der Neandertaler wurde von den Neumenschen, die aus Afrika zuwanderten - uns Homo sapiens sapiens - verdrängt, ausgerottet und absorbiert. Innerhalb weniger Generationen war er komplett ausgelöscht, weil er sich an die neuen Umstände nicht mehr anpasste oder anpassen konnte. Heute ist genetisch erwiesen, dass es nicht zu einer Verschmelzung der Neandertaler und uns kam.
Jetzt machen wir einen großen Sprung. Vor 40 Jahren wurde für elitäre und militärische Zwecke ein neues, weltweites Kommunikationsmittel geschaffen, wie es in unserer Geschichte noch kein vergleichbares gab. Das Internet - prophezeiten die Vordenker - würde alles ändern, ALLES.
Die Art wie wir denken, die Art wie wir miteinander umgehen, unsere Kulturen. Schlichtweg ALLES.
Und die breite Masse interessierte das nicht.
Mitte der Neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts hatte das Internet einen Siegeszug in das öffentliche Leben, das Leben eines jeden Menschen. Heute sind die Mehrheit der Bürger in Deutschland Nutzer des Internets. Manche lesen in Blogs, manche haben sich selbstständig gemacht und leben von den Einnahmen durch Onlineauktionshäuser, sie sind die Krämer des Internets. Manche Nutzer halten Kontakt zu ihren Verwandten und Freunden, die überall auf der Welt verstreut sein können.
Manche laden Daten in das Internet hoch, deren Urheber sie nicht sind. Sie verfolgen damit keinen böswilligen Trieb. Sie tun es einfach und es ist nun daran, dass die Menschen, die daraus einen Nachteil für sich ziehen, sich anpassen.
Doch das tun sie nicht. 10 Jahre und Millionenfache Entlassungen später stellen sich Musikfirmen langsam um. Sie werden - leider - überleben und das, weil sie bereit sind, sich anzupassen. Mit der steigenden Geschwindigkeit des Datentransports ist es inzwischen ein Leichtes auch ganze Filme "illegal" im Internet zu verbreiten. Was illegal ist und was nicht, das bestimmt das Gesetz. Doch passt sich dieses nicht an die neuen Gegebenheiten an und nennt den Download eines Filmes Diebstahl. Obwohl Diebstahl per definition die Entwendung eines Objektes zum Schaden eines anderen ist. Hier wird nichts entwendet, es handelt sich um eine Kopie des Originals. Ein ganz anderer Punkt und auf jeden Fall KEIN Diebstahl.
Was sich nicht anpasst, ist zum Scheitern verurteilt.
Es war abzusehen, dass zunehmend auch die Literaturwelt von den neuen Möglichkeiten des Internets erschüttert wird. Es muss wundern, dass dies nicht früher geschehen ist, schließlich ist das geschriebene Wort die grundlegendste Form der Information im Internet.
Schon vor Jahrhunderten waren Raubdrucke gang und gäbe. Doch kostete ein Raubdruck noch immer eine Menge Arbeit und Geld, denn Abschrift, Satz und Druck machten sich nicht von alleine, so kann heute jedes Kind mit etwas Geschick und Wissen Bücher und Dokumente einscannen und digital verbreiten. Auf dunkle Kanäle fand mal das erste Buch von Dieter Bohlen zu mir, ich las tatsächlich die ersten Seiten des Buches und dann löschte ich die Scheiße. Das ist der große Vorteil dieser neuen Möglichkeiten!
Und für den Dreck mussten Bäume gefällt werden!
Für die Produktion der Hundertausenden von Dieter Bohlens bedeutungslosen Memoiren, wurden wertvolle Ressourcen verbraucht. Die Hälfte jeder Auflage von Büchern wird wieder eingestampft! Eine Verschwendung, die wir nicht mehr tolerieren können.
Keine Druckkosten mehr. Okay, man sollte doch annehmen, dass ein E-Book also sehr günstig ist, denn der Druck und die Verlagsarbeit fallen ja weg, man muss das Buch nicht mehr auf Paletten laden und mit LKWs durch die Gegend kutschen. NEIN!
Die deutschen Verlage halten an der Buchpreisbindung fest!
Idioten!
Somit kostet das gedruckte und maßlos viel zu hochwertig produzierte Buch von Stephenie Meyer genausoviel wie das Produkt, bei dem die letzten 2000 Arbeitsschritte nach der Korrektur und dem Schriftsatz wegfallen, weil es direkt online vertrieben wird!
Natürlich wollen die Verlage und Druckereien nicht, dass der Nutzer günstig ein Buch digital erwirbt.
Offensichtlich.
Sie begehen die gleichen Fehler wie die Musik- und Filmindustrie.
Sie versehen die digitalen Bücher mit Digital-Right-Management, das die Nutzung einschränkt und so kann man eventuell ein Buch nicht von einem defekten Lesegerät auf ein neues kopieren, um nur einen Fall zu nennen, der todsicher irgendwann eintrifft.
Warum gehen die Verlage nicht in die Offensive und bieten JEDES Buch digital an, welches gerade verlegt wird? Durch die wegfallenden Produktionskosten könnten lange vergriffene Bücher, die man nur noch über Antiquariate für teures Geld erstehen kann, Bücher, deren Produktion aufgrund des fehlenden Massenmarktes nicht rentabel ist, wieder erhältlich werden und somit Geld bringen!
Nur 1 Prozent der aktuellen Bücher sind gegenwärtig als E-Book erhältlich!
Die Verlagslandschaft passt sich nicht den neuen Gegebenheiten an und ist dem Untergang geweiht.
Ich hoffe, sie zerfällt, geht unter und gibt endlich mehr Macht in die Hände der wahren Arbeiter der Literatur. Der Schriftsteller.
Mir!
MUHAHAHAHA!
MIR!
Ähem, Entschuldigung.

Montag, September 28, 2009

Das Jurassic Park – Erlebnis

Als 1992 Jurassic Park in die Kinos kam, war das ein AHA-Erlebnis für viele Jungs und Mädchen - aber doch vor allem, Jungs. Ich selbst war schon seit frühester Kindheit total versessen auf Dinosaurier, meine Eltern waren damals auf der Suche nach irgendwelchem Dinosaurierspielzeug und sie konnten nicht fassen, dass es das nicht gab, erst ein paar Jahre später brach die Dino-Welle los und hat seitdem kaum abgenommen. Heute gehe ich durch die Spielzeugregale und kriege fast feuchte Augen, Lego-Dinosaurier, Playmobil-Dinosaurier, Dinosaurierroboter. Warum haben die das damals nicht produziert?!

Mein Vater erzählt gerne, wie ich als kleiner vierjähriger Klugscheißer auf einer Dinosaurierausstellung den Paläontologen einen Vortrag gehalten habe, darüber, wie die Dinosaurier ausgestorben sind.

Ich war verrückt nach Dinosaurier, ehe alle von Dinosaurier sprachen!

Ich kam ziemlich spät dazu Jurassic Park zu sehen, es muss so 1997 oder 1998 gewesen sein, als die Fortsetzung bereits im Kino angelaufen war. Zu dieser Zeit las ich hauptsächlich Filmromane, Romane die auf Filmen basierten oder Romane, die verfilmt worden waren. Ich bin wahrscheinlich wirklich einer der wenigen, die durch den Film zur Literatur gekommen sind. Bei J. Gg. Rupprecht in Worms war damals Räumungsverkauf, inzwischen wurde der Komplex für die Kaiser Passage abgerissen und ich kaufte mir für 1,50 Mark einen ganzen Stapel Bücher, eines der Bücher war “Vergessene Welt” von Michael Crichton, ein anderes “Raptor Red” von Robert Bakker, der beratend bei der Produktion von Jurassic Park tätig war. Ein wahnsinniger Zufall.

Ich lach mich bei diesen xkcd-Comics fast schlapp, sie sprechen genau für mich :D

Mein erster Roman, den ich über einen Zeitraum von 7 Jahren schrieb, war eine direkte Fortsetzung, mein dritter Teil, der Jurassic-Park-Reihe. Ich habe gründlich über meine bisherigen Arbeiten nachgedacht und sie psychologisch untersucht.

“Isla Hupia” ist die literarische Verarbeitung meiner Kindheit, der Teenager-Jahre und deswegen werde ich das Buch auch nicht mehr anrühren, um daran etwas zu verändern. Ich bin nicht mehr der Junge, der ich damals war und die Entwicklung, die ich von 11 bis 18 durchgemacht habe, die hat das Buch entstehen lassen. Es ist sicher kein guter Roman, aber im Hinblick darauf, was es für mich bedeutet hat, die Verarbeitung von Träumen und Ängsten ist “Isla Hupia” einzigartig.

Es ist das Jurassic-Park-Erlebnis.

Jeder von uns hat diesen Moment, der uns die Augen für eine bis dahin unbekannte Welt öffnet, so atemberaubend, so erschreckend, aber auch beflügelnd und anregend.

Ich lebte in dieser Welt, ich floh in meinen Träumen vor Velociraptoren durch Räume, die es nur in meiner Fantasie und dann später in diesem Buch gab.

Natürlich wird man älter und reifer.

Mein nächstes Buch “MaryJanes Son” kämpft vor allen Dingen mit der Ziellosigkeit, dem unreflektierten Agnostizimus und der Naivität, die ich scheinbar von einem Tag auf den anderen verlor. Sprachlich besser, ist dieses Buch antriebslos und ohne Ziel. So wie ich, in meinem letzten Schuljahr und dem Jahr der Arbeitslosigkeit, ehe ich meine Ausbildung begann.

Mit dem ersten Tag der Ausbildung begann ich einen neuen Roman. Kimali ist Schmerz, Verzweiflung und Wut über den Verlust eines Freundes und bei aller Überzeichnung hin zum comic relief ist alles wahr und wahrhaftig.

Mein neuer Roman, Kubilabala, ist gekennzeichnet von der Suche nach dem Sinn im Leben, weil ich auf der Sinnsuche bin. Was möchte ich erreichen? Was will ich?

Man kann seine Vergangenheit entsorgen, so wie es der verlorene Freund gemacht hat, man kann alles wegwerfen, es verdrängen und nicht mehr zurückblicken.

Aber das ist arm. Einfach nur arm.

Ich denke an all die schönen Tage meiner Kindheit, ich hatte lange Zeit keine Freunde, es war nicht einfach, aber wenn wir unsere Geschichte nicht kennen, sind wir dazu verdammt, sie zu wiederholen. Wir müssen aus Fehlern lernen, unseren und den Fehlern unserer Vorgänger.

Ich habe hier auf meinem Schreibtisch einen Terrakotta-T-Rex und einen tönernen Stego mit Spardosenschlitz auf dem Buckel stehen, die mein Vater mir geschenkt hat. Meine beiden Lieblingsstofftiere habe ich auch noch, nicht mehr im Bett, aber auf dem Nachttisch: Ein roter Langhalsdinosaurier (Johnny) und ein mmh, es könnte ein Stegosaurus sein.

Was haben diese Tiere gemacht, dass sie nach Hundert Millionen Jahren Herrschaft über diesen Planeten verschwanden? Haben sie aufgehört sich anzupassen? Hat eine Seuche sie dahingerafft? War es ein kosmisches Ereignis, ein Meteorit?

Bin ich zu weit in meine eigene Vergangenheit gekehrt und kann nicht nach vorn sehen?

Natürlich hab ich Dinobücher im Regal und Jurassic-Park-T-Shirts im Schrank.

Manche Jungs werden nie erwachsen und ich will es auch nicht. Ich möchte mich nicht von dem Kind trennen, das ich war. Begeisterungsfähig, voller Fantasie.

Wenn ich etwas sehe, wie das hier, dann kribbelt es in mir, ich will da einsteigen und nicht mehr raus müssen. Diese Welt ist mit dem Aufeinanderprallen von urwüchsiger Urzeitlichkeit und Moderne einfach zu verlockend. Das Set-Design von Jurassic Park begeistert mich noch heute.

Jurassic Park hat viele Leute beeinflusst, nicht so sehr wie Star Wars, aber es ist in der Popkultur ähnlich integriert, ohne, dass es uns noch auffällt. Jurassic Park lieferte auch die erste Vorlage für den popkulturellen Hacker. Dennis Nedry, gespielt von Wayne Knight, hat unsere Vorstellung vom schmuddeligen, fetten, sozialinkompetenten Hacker-Programmierer-Informatik-Magier geprägt.

Meine Erfahrung in eben dieser Branche sagt mir, dass das alles gar nicht so falsch ist ;-)

Und ich bin da falsch aufgehoben.

Es ist so, wie viele andere Fachinformatiker, mit denen ich gut bekannt oder befreundet bin, ist die Ausbildung häufig unzureichend und einseitig und die Anforderungen immens hoch. Manche meiner Klassenkameraden sind von ihren Firmen regelrecht geknechtet und arbeiten die ganze Woche gut und gerne 10 oder 12 Stunden am Tag. Ein undankbarer Job, man bekommt alles hingeschmissen, alle Probleme aufgebürdet und darf sich darum kümmern sie zu lösen, wie, interessiert nicht, man muss es einfach tun und alles können.

Man muss sich ständig up-to-date halten, muss wissen, was auf dem IT-Sektor vor sich geht, welche Hardware aktuell ist, das ist so, als müsste ein Schlosser alle drei Monate neue Werkzeuge kennen lernen und sich mit neuen Schrauben auseinandersetzen, als müsste ein Bäcker sich alle paar Monate mit der Auswirkung der ständig wechselnden Mehlsorten auf die Hefe in seinem Butterzopf Gedanken machen.

Ich vermisse das Jurassic-Park-Erlebnis, das Staunen und in Ehrfurcht erzittern.

Ich will Leben.

Meine gegenwärtige Planung sieht aus, Berufsschullehrer zu werden. Im Lehrerzimmer fühlte ich mich schon immer wohl und ich kann es kaum erwarten, meine Schüler zu unterrichten und all das besser zu machen, was man bei mir nicht so gut gemacht hat. Zum Beispiel Programmierlogik, nicht wahr, Herr S. aus A.!

Ich ertappe mich dabei, wie ich überlege, wie ich den Stoff aufarbeiten könnte, wie ich die Schüler motiviere und sie nicht einfach nur dumm mit vorgekautem Stoff abfülle.

Kann ich das, Lehrer sein? Will ich das?

Was will ich sonst noch in meinem Leben?

Ich will eine Familie, ich will Kinder (3, mindestens).

Noch ein Jurassic-Park-In-Joke. Der Lysin-Plan. Einfach köstlich und es ist mir auch gut gelungen all die Comicstrips in mein Wehklagen und Jammern einzubinden. Ich hab’s einfach drauf. Klasse.
Mann, ich vermisse Jurassic Park. Ich werde das Buch wieder lesen und den Film sehen, morgen früh.

Danke, MC!

Donnerstag, August 27, 2009

Die Zukunft der Literatur liegt im Netz

Vielleicht bin ich einer der ersten Autoren die von den neuen digitalen Lesegeräten für elektronische Bücher profitiert!

Weltweit ist das .pdf-Format von Adobe verbreitet und wird von Privatleuten und Unternehmen verwendet um qualitativ hochwertige Dokumente für den Druck oder die Bildschirmanzeige bereitzustellen. Adobe hat den Aufbau von PDF nicht offengelegt, es gibt zwar eine ganze Reihe von Software die es vermag .pdf-Dokumente zu erzeugen, aber durch ihre propietäre Herkunft eignet sich die Technik nicht für die Open-Source-Community.

Nun ist auch Google, das bereits seit Jahren ganze Bibliotheken einscannt und online bereitstellt, auf das offene .epub-Format umgestiegen.

Wenn ich jetzt rausgefunden habe, wie man .epub-Dokumente erzeugt, werde ich meine Romane auch in diesem Format zum Download bereitstellen. Die Vorteile sind bessere Lesbarkeit und höhere Kompatibilität zu den Lesegeräten der neuen und zukünftigen Generationen. Viele lesen keine .pdf-Dokumente.

Sobald die E-Book-Reader erschwinglich und ausgereift sind, werde ich mir einen zulegen, auch wenn die Preise für ein Buch sich durch die (dummen) Bemühungen der Verlage nicht sonderlich senken werden, lohnt sich das allein schon für die ganze Literatur, die durch ihr Alter oder die Lizenzierung urheberrechtsfrei sind. Praktisch alles, was Reclam im Angebot hat… Adieu kleines gelbes Heftchen!

Für jeden Gymnasiasten der “Die Leiden des jungen Werther” lesen muss, macht das Sinn (wenn er nebenbei noch den neuen Playboy auf seinem E-Book-Reader lesen kann).

Die Zukunft der Literatur liegt im Netz, es sei denn unsere Regierung wird in ihren Zensur- und Unterdrückungsbemühungen nicht bald unterbunden.

Bald ist Bundestagswahl!

Wählt die Piraten!