Samstag, Juli 24, 2010

Ein Rundumschlag

AAAAH! Roundhousekick!

Nein, das wird hier keine Abrechnung mit Chuck Norris, ich mache eine kleine Aufarbeitung der letzten Wochen. :D

DIE ARBEIT!

Ich hatte ein Bewerbungsgespräch und es lief gut. Vielleicht fange ich da eine weitere Ausbildung an. Das kostet mich wieder ein Jahr, bis es losgeht und dann… ich werde einfach so schnell alt, wenn die Ausbildung fertig ist bin ich mindestens 26.

Im Zivildienst ist die Arbeit nun wesentlich erträglicher geworden, die Grabung selbst hat begonnen und die heißen Tage sind ja jetzt auch erst einmal vorbei. Mit den Schülern und Studenten, die ich auf der Grabung “bespaße”, komme ich auch so langsam gut klar, ich vermisse meine Zivi-Crew aber doch.

DAS SCHREIBEN!

Ich schreibe am Fortsetzungsroman “Mitakuku”, der direkt auf “Kubilabala” folgt. Meine neugewonnen Testleser und Schriftstellerkollegen bescheinigen mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Es ist einfach toll mit Leuten zu Reden und zu Schreiben, die genau wissen, was man selbst gerade durchmacht, in den ersten Ansätzen eines neuen Romans, wenn’s mal wieder nicht so flüssig läuft und man sich selbst quält.

DER SPORT!

Heute hab ich wieder trainiert, bis ich vor Schmerzen fast geschrien hätte. Nach 2 Monaten ohne regelmäßiges Training kein Wunder, dass meine Leistung absinkt. 100 Kilo packe ich beim Bankdrücken nicht mehr ;-) Besonders stark merke ich es bei den Brustübungen. Ich muss jetzt wieder ranklotzen.

Die regelmäßige Ernährung auf der Grabung hat dafür gesorgt, dass ich NIX abgenommen hab, nachdem ich in der ersten Woche erst einmal 3 Kilo verloren hatte.

DIE FILME!

Ich liebe Filme, das weiß man, wenn man dieses Blog einmal besucht hat oder mich auch nur ein kleines Bisschen kennt. Da laufen wieder ein paar Filme, die ich sehen muss und ein paar andere stehen in den Startlöchern, “Toy Story 3” zum Beispiel und der Synchronsprecher von Woody – dem Cowboy – aus Teil 1 und 2 hatte vor fünf Jahren einen schweren Schlaganfall, inzwischen ist er wieder fast vollständig genesen und trotzdem bekommt er keine Jobs mehr! Alle halten ihn für tot! So wurde er jetzt auch für den neuen Toy Story durch Michael “Bully” Herbig ersetzt! HORROR! So etwas macht mich echt wütend.

Shame on you, Disney!

So, zum Abschluss ein Lied, das mir gerade sehr gut gefällt:

 

DIE MUSIK!

Ich höre in den letzten Wochen nur noch Yma Sumac, Jack Johnson und John Fogerty, dem früheren Frontsänger von CCR. Bei John Fogerty war ich vorigen Samstag auf Konzert in Mainz. DAS WAR WAHNSINN! Ich war nicht in der Lage wirklich zu erfassen, dass ich tatsächlich dort war und diese Legende live erlebt habe!

 

DORT WAR ICH!

FAMILIE UND FREUNDE!

Alles im Lot und das ist SUPERTRAUMHAFTWUNDERVOLL!

Donnerstag, Juli 15, 2010

John Locke (Terry O´Quinn)


John Locke by ~Eschenfelder on deviantART

 

Wer sich jetzt wundert, warum ich einen glatzköpfigen Mann gezeichnet habe, an dem ist eine der besten Fernsehserien aller Zeiten vorüber gegangen. LOST! Nur beim Ende schwächelt die Serie leider, aber ich bin nicht hier um zu spoilern… außerdem wüsste ich gar nicht, wo ich anfangen sollte :D

Wer jetzt ein Portrait von sich gezeichnet haben möchte, ich habe drei Abende daran gesessen, ihr müsst also viel Zeit mitbringen, damit es so toll wird. Wenn ich huschhusch mache, dann kommt sowas raus wie bei Sabrina, sie hat sich selbst nicht wiedererkannt :D

Dienstag, Juli 13, 2010

Männer, lasst uns die Kinosäle zurückerobern!

Der allergeilste Kinotrailer, den ich jemals gesehen habe!

Unbedingt in Vollbild schauen!

“The Expendables”, bald auch in einem Kino in deiner Nähe.

Dienstag, Juli 06, 2010

Trailer Day 19

Ein neuer Trailer zu den “Expendables”, dem ärschetretenden Collaboration-Film (fast) aller großen Actionstars.

Harry Potter gibt sich die Ehre, in “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes”. So, das war’s also, der letzte Teil ist jetzt auch verfilmt und ich finde, der Trailer des ersten Teils – denn Band 7 ist so episch, der musste einfach gesplittet werden, ist richtig vielversprechend!

Schon wieder ein Auftragskiller-Film und diesmal ohne Stars, ohne schönes Wetter – und Deutsch!

“Snowmans Land” bringt diesen Vibe von “Fargo”. Gefällt mir.

Freitag, Juli 02, 2010

Leg dich nicht mit Bambi an

Eine Katze belästigt ein Rehkitz, Mama wird sauer und verprügelt einen Hund. Ich war schockiert, dieses Video sollte man unbedingt gesehen haben. Die Natur ist blutrot und klauenbewehrt, habt keine Illusionen.

 

(Dem Hund soll es wieder gut gehen, hab ich gelesen.)

Montag, Juni 28, 2010

Beginn der Grabungssaison!

Ich bin ab morgen für eine Woche in Eckfeld, danach für mehrere Monate in Eppelsheim auf paläontologischer Ausgrabung – im Rahmen meines Zivildienstes den ich beim Naturhistorischen Museum von Mainz ableiste.

Das heißt ich bin nicht online! AAAAH!

Neinnein, so schlimm wird das nicht, ich bin außerdem noch für euch zu erreichen, wenn ihre meine Handynummern habt. Ich werde auch von meinem Handy jeden Abend twittern, wie es mir geht, wie die Grabung läuft, etc.

Also schaut ab und zu mal vorbei :D

 

Mein Grabungs-Twitter ist auch direkt auf meiner Website eingebunden…

Urpferdchen! Ich komme!

Samstag, Juni 26, 2010

Trailer Day 18

“RED” - Retired Extremely Dangerous. CIA-Rentner sollen ausgeschaltet werden, das lassen sich die alten Herren und Damen natürlich nicht bieten. Ein weiteres Highlight für mich, mit Bruce Willis, Morgan Freeman, Helen Mirren genial besetzt. Ernest Borgnine spielt auch mit! Der ist inzwischen 93!

Teil drei der Reihe mit Ben Stiller und Robert de Niro, ich bin mal gespannt, wie sie diesen Filmtitel wieder verunstalten beim Eindeutschen. “Little Fockers”, wieder eine neue Weihnachtschaos-Komödie mit derben Witzen und zotigen und schockierenden Einfällen. Ich mag diese Filme. Dustin Hoffman hat sich allerdings nicht für diese Fortsetzung hergegeben…

 

Zum Abschluss der neue Trailer der “Predators”-Schlachtplatte. DA GEH ICH INS KINO!

Dienstag, Juni 22, 2010

Trailer Day 17

Harrison Ford in einer fluffigen Comedy, die wahrscheinlich ein Chick-Flick wird (Sabrinaaaa? Wär’ das was?). Er ist wirklich spielfreudig und allein deshalb werde ich den Film ansehen.

Als Nächstes serviere ich euch heute George Clooney als “Den Amerikaner”. Auftragskiller-Filme mag ich ja grundsätzlich immer, mit einem so grandiosen Schauspieler sowieso. Aber jetzt kommt’s! Die Musik ist von Herbert Grönemeyer! WAS ZUR HÖLLE?! Herbie ist wohl mit dem Regisseur befreundet, hab ich gelesen.

 

“Die grüne Hornisse” war eine Krimiserie über einen Verbrecherjäger mit Maske. Gähn! Aber hey, da spielte damals BRUCE LEE mit! Könnt ihr euch das vorstellen? BRUCE LEE!

Wie alles wird nun auch diese Serie neu aufgelegt. Seth Rogen, der für Kifferkomödien und Witze unter der Gürtellinie bekannt ist, spielt den Hauptdarsteller. Sein Freund Kato wird gespielt von Stephen Chow, den man als Fan von Martial Arts schon kennen sollte. Und der Bösewicht ist… Christoph Waltz!!! Reißt mich nicht vom Hocker, das Ganze, aber warten wir mal ab.

Sonntag, Juni 20, 2010

Neue Uploads auf deviantArt

Ich hab mal wieder ein paar Bilder, die ich in den letzten Monaten gezeichnet habe, eingescannt und bei deviantArt hochgeladen, in den kommenden Tagen folgen noch mehr.


Sabrina by ~Eschenfelder on deviantART

Donnerstag, Juni 17, 2010

Brauner Abschaum

Heute saß hinter mir im Zug ganz übler Abschaum. Als ich das Bimmelbähnchen betrat, fiel er mir gleich ins Auge, fettiges Haar, Hackfresse, verlumpte Klamotten und in der Hand eine Napola-DVD.

Ein Nazi.

Das war mein erster Eindruck und ich behielt recht.

Er stank zum Himmel, ich wollte mich schon weg setzen, ließ es aber. Ich drehte mich unauffällig um und seine bösen Naziaugen sahen mich böse auf so eine nazimäßige Art an. Der Norman wurde wachsam, wäre der Typ aufgestanden und hätte mich angegriffen, wäre ich vorbereitet gewesen.

Er tat nichts, er strahlte nur diese Feindseligkeit gegen intelligentes Leben aus.

Um meine Annahme zu bestätigen, er sei ein Nazi, telefonierte er laut mit seinen Nazikameraden und hob mehrmals den Arm zum Gruße. Ich fand das sehr unangebracht, schließlich fuhr die Bahn und niemand stieg aus oder ein, niemand anderes war da, außer mir und ihm und dem ZugFÜHRER.

Er streckte seine Faust in Siegerpose in den Himmel. Scheinbar hörte er jetzt Musik.

Ich hörte AC/DC und vernahm sein einfältiges Nazigebrabbel gar nicht.

In Freimersheim stieg er nach mir aus und auch jetzt war ich wieder alarmiert, nicht wirklich aufgeregt, nur darauf gefasst, eine gelangt zu bekommen. Ich hab genug Schläge von hirnlosen Schlägern kassiert, ich bin auf der Hut, ich kann gar nicht anders.

Ich lief zum Auto, das ich am Friedhof parke und fuhr heim, an dem Nazi vorbei.

Brauner Abschaum! Kann nicht gerade gehen, weil seine Beine krumm sind, hat eine Plastiktüte mit Gesöff im Arm und ist so hell wie drei Schoppen dunkel. Das war so einer, den hätte der Hitler gar nicht haben wollen. Der hat solche Leute vergasen lassen. Fakt.

Wahrscheinlich hätte er den Holocaust geleugnet, wenn ich ihn darauf angesprochen hätte. Aber schreiben hätte er das Wort sicher nicht können.

Mittwoch, Juni 09, 2010

Lebenszeichen

Naja, so schlimm ist es ja jetzt auch nicht, oder? Ihr habt mich sicher nicht vermisst. Aber in der Tat, in letzter Zeit hab ich wenig gebloggt. Ist ja nicht so, als wäre das nicht absehbar gewesen, ich hab euch ja auch schon vorgewarnt. Mein Zivi-Leben ist irgendwie genauso, wie ich es mir vorgestellt hätte, wenn ich mir etwas vorgestellt hätte, was ich nicht habe. (Eine ähnlich dämliche Satzkonstruktion, die dieser fast wortwörtlich gleicht findet ihr in meinem Roman Kubilabala, der – wenn ihr ihn noch nicht gelesen habt – unbedingt von euch gelesen werden sollte.)

Ich bin in der Museumspädagogik eingesetzt, gleich am ersten Tag durfte ich mit Kindern basteln, Häschen nähen, Osterzeugs halt. Die Leute haben mich da schnell integriert, es ging mir ganz gut, es war alles neu und aufregend.

Dann wurde ich krank.

So richtig, Husten, leichtes Fieber, schreckliche Halsschmerzen und sie gingen nicht weg, der Arzt verschrieb mir Penicillin und dann ging es erst richtig los, denn ich musste feststellen, dass ich das Antibiotikum nicht vertrug! Von allen Seiten wurde mein Körper aufgefressen, ich hab mich wochenlang hundeelend gefühlt und mich trotzdem (bis auf zwei Tage, an denen ich beim Arzt war) jeden Tag nach Mainz geschleppt. Alles war eine Tortur, Nase putzen, bücken (inzwischen saß mir der Schmerz in jedem Knochen), Toilettengang (durch das Penicillin hatte ich über eine Woche Durchfall).

Ich ging zur Arbeit, ich ging auf dem Zahnfleisch.

Ich war nicht ganz da und schleppte mich von Tag zu Tag, man sollte einfach nicht arbeiten, wenn man krank ist, das schadet dem Betriebsklima. Manche waren mit meiner Leistung nicht zufrieden… es ging mir wirklich dreckig und ich hätte die zwei-drei Wochen im Bett bleiben sollen.

Dann ging es wieder bergauf, ich ließ mir meine wilde Mähne schneiden, von einem Friseur, der so hieß wie ein iranisches Gebirge und dann ein paar Tage drauf rasierte ich mir den Bart ab.

Ich hab mich gehen lassen und wollte meiner Umwelt zeigen, wie ich mich fühle.

Hat funktioniert.

Heute hab ich meine Zivildienst-Brille bei Fielmann abgeholt, hat mich 28 Euro gekostet, die Hälfte trägt das Bundesamt für Zivildienst. Es ist eine schwarze Hornbrille, nicht erschrecken, sie sieht gewöhnungsbedürftig aus, aber ich wollte mal was anderes probieren und sie ist ja nur so etwas wie eine Zweitbrille, ist nur einfach entspiegelt, ich versteh nicht, wie Leute damit klar kommen können!

Störende Reflexionen, die ganze Zeit.

imageDann hab ich mir vorhin diesen Bildschirm bestellt: http://www.amazon.de/gp/product/B0036B9WN6/ref=ord_cart_shr?ie=UTF8&m=A3JWKAKR8XB7XF

LED-Beleuchtung, soll Strom sparen und einen extrem viel höheren Kontrast bieten, HD-fähig, 23 Zoll. Ich hab nach langem Überlegen zugeschlagen, als der Preis plötzlich um 20 Euro fiel.

Da will ich eine Review schreiben.

Schreiben. Ja, das Schreiben fällt mir auch in diesen Tagen schwer.

Mitakuku hat inzwischen 2 Kapitel und ich überlege, wie es weitergehen soll, ich bin experimentierfreudig und spiele mit der Idee quasi eine Zwischenkomposition, ein Intermezzo einzuflechten, das sich in die Handlung integriert, es würde auf einer Kurzgeschichte basieren, die ich vor 5 Jahren geschrieben habe.

Mehr verrate ich nicht. Vielleicht rudere ich ja zurück?!

Ich mach mich jetzt fertig fürs Bett, ich bin nämlich wieder fix und alle. Ich muss mehr schlafen, die 5 Stunden reichen einfach nicht mehr, (Nor)man wird alt.

Dienstag, Juni 08, 2010

Norman und exotische Tiere

Heute hatte ich die Schädel von folgenden Tieren in der Hand und hab sie aus dem Nachbargebäude, durch die Schule, das Treppenhaus hoch in den 4. Stock getragen, jedes Mal eine Strecke von etwa einem halben Kilometer:

  • Breitmaulnashorn
  • Löwe
  • Gepard
  • Panther
  • Schimpanse
  • Wisent
  • Gnu
  • Höhlenbär
  • Giraffe
  • Nilpferd
  • Krokodil
  • Wolf

Okay, ich hab nicht alles alleine getragen ;-)

Das war ein tolles Erlebnis, aber auch ein wenig eklig. Besonders die menschlichen Überreste im Lager haben mich zurückschrecken lassen, aber ich musste mich überwinden und sie berühren. Meine Zivikollegen fanden das albern, meinten “ob Knochen oder Stein” das sei doch irgendwie dasselbe.

Ja, auf molekularer Ebene vielleicht ;-)

Außerdem stank es da fürchterlich, wie in der Zoohandlung bei den Kauknochen!

Montag, Mai 31, 2010

Rezension zu “Alice on Speed” von Sebastian Keller


Kürzlich rief Sebastian Keller, der Autor der "Memphisto"-Pentalogie, auf seinem Blog dazu auf, für ihn eine Rezension zu verfassen. Er schickte mir also seinen Roman "Alice on Speed" und ich las ihn innerhalb einer Woche.
Dies ist die Rezension. image

Ich halte das Buch gerade in Händen, es ist schmal, kein dicker Wälzer, liegt angenehm in der Hand. Die Coverillustration ist hypnotisch, man kann sie nicht lange anschauen, aber das ist so gewollt und es gibt einen Ausblick darauf, was einem in dem Buch erwartet.
Dieses kleine Vorschaubild, wird dem Design nicht gerecht.

Schon das Cover ist eine Herausforderung von Sebastian Keller an seine Leser.

"Alice von Speed" ist eine Amalgamierung von verschiedenen Werken der westlichen Literatur und wie schon der Titel andeutet, findet sich nicht wenig von Lewis Carrols "Alice im Wunderland" wieder. Da wäre zum Beispiel das Motiv des unschuldigen Mädchens, das in einer unheimlichen, verwirrenden Welt eintaucht. Eine weitere wichtige Quelle ist Goethes "Faust", das Keller gerne zitiert und sogar in die Handlung einflechtet, auf eine Art und Weise die an Dreistigkeit und Mut kaum zu überbieten sein dürfte.

Ich habe einige kritische Punkte aufzuzählen und der Leser möge davon nicht abgeschreckt werden, schließlich handelt es sich nur um die Meinung EINES anderen Menschen. Außerdem ist hinzuzufügen, dass dies ein Erstlingswerk ist!

Mein erster Roman sollte auch mal so eine ernste Rezension erfahren! Sebastian…?

Betrachten wir zunächst die Hauptfigur Felix Knecht. Dieser ahmt Menschen so gut nach, dass er sogar deren Denkweise übernehmen kann, sagt der Klappentext.

Da liegt der Hund begraben, das Hauptproblem, dass ich mit dem Roman habe.

Ein Mensch ohne eine eigene, starke Persönlichkeit, der die Eigenheiten anderer Menschen wie ein Schwamm aufnimmt, ist ein denkbar ungeeigneter Hauptcharakter, da er sich aufgrund seiner Eigenartigkeit überhaupt nicht als Identifikationsfigur eignet.
Ein Leser sucht eine Figur, die ihm Interpretationsfläche für sich selbst dient. Ohne diese Verbindung baut sich keine persönliche Beziehung auf.

Das wäre ja zu verschmerzen, könnte man mit einer anderne Person mitfühlen. Trotz einer erfolgenden Erläuterung der Empfindungen und Einblicke in die Gedanken der Figuren bleibt die Seelenwelt unergründet und nicht nachfühlbar.
Eindimensionale Figuren, das Gegenteil von dem, was ein "Charakter" sein sollte.

Es ist geradezu tragisch!

Die Figuren waren mir egal. Ihre Geschicke waren mir egal und das darf nicht sein, man muss sie hassen oder lieben. Oder beides.

Manchmal hab ich einfach nur den Kopf geschüttelt, da die Charaktere nicht nachvollziehbar handelten. Es mag sein, dass das in einem gewissen Rahmen gewünscht und erforderlich für den Roman ist, der ja mit Verwirrung und Chaos kokettiert, aber überhaupt nicht verstehen zu können, warum die Figuren etwas tun, manchmal etwas Dummes und Sonderbares, ist keine gute Voraussetzung für Lesespaß, Spannung und Interesse.
Ich bin noch nie so oft bei einem Buch eingeschlafen und das ist kein Witz. Leider.

Die Motivation hinter Allem bleibt mir verschlossen. Worum geht es?
Der Plot ist mit heißen Nadeln lose gestrickt, er erscheint bedeutungslos, es gibt japanische Musikproduzenten, deutsche Naziwissenschaftler, allerlei schräge Typen und alternative Rockbands, die ganz seltsames Liedgut haben, das Sebastian Keller uns auch nicht vorenthält, nein, er bringt es in voller Länge ein.
Weniger wäre hier mehr gewesen.
Etwas mehr Humor hätte dagegen nicht geschadet.
"Alice on Speed" ist nämlich bierernst und weitestgehend spaßfrei.

Zur Sprache. Sie bietet einen Kontrast zur Handlung. Sie ist distanziert und kühl, konservativ und hat starke Manierismen, es kommt mir so vor, als hätte das Buch niemand gegengelesen und Keller es nicht einmal mehr überarbeitet.
Ich kann nur wieder sagen, dass ich annehmen muss, dass das so gewollt ist. Es muss einfach gewollt sein, da es so zwanghaft ist, was die Figur des Knecht widerspiegelt. Manche Formulierungen finden sich immer wieder. Es ist natürlich möglich, dass das alles zum Konzept gehört.
Aber wie gesagt, erschließt es sich mir nicht.

Was ich aber wirklich hervorheben muss, sind die verschenkten Möglickeiten!

Sebastian Keller hat die Szenen schwach inszeniert, farblos und besonders bei den Actionsequenzen wird das deutlich.
Been here done that.
Er hakt die spaßigen Sachen ab, Verfolgungsjagden, Schießereien, etcetera und ergeht sich dann wieder in Betrachtungen der abstoßenden, bemitleidenswerten Figur des Felix Knecht.

Desweiteren hat mich gestört, dass alles beliebig austauschbar ist, es ist egal wo etwas spielt, ob Japan oder Deutschland. Länder und Orte sind nicht auszumachen, da es praktisch keine Details zu lesen gibt, die einen Unterschied deutlich machen würden.

"Alice on Speed" begeht aber noch einen weiteren Fehler: Er ist zu zahm, zu zurückhaltend.
Ich hätte mehr Sex und Brainfuck begrüßt und dann hätte ich auch den Vergleich mit Robert Anton Wilsons und Robert Sheas "Illuminatus-Trilogie" gerne gezogen. Denn in die Richtung bewegen wir uns schon.
Etwas drastischer hätte es sein müssen, um die Türen zum Wahnsinn aufzustoßen, die Keller hier ganz offensichtlich suchte.
Ich mochte "Illuminatus" überhaupt nicht, aber ich konnte den Anspruch der beiden Autoren an sich selbst erkennen.

Mein Fazit ist, "Alice on Speed" will verrückt und abgedreht sein, verwirrt aber nur und ist voller verschenkter Möglichkeiten.

So, Sebastian, ich hoffe diese ehrliche, harte und wenig nachsichtige Kritik hilft dir dich zu verbessern, denn darum geht es. Wir wollen immer besser werden, Stagnation ist nicht so schlimm für einen Schriftsteller wie Dan Brown, aber wir haben ja einen künstlerischen, ästhetischen Anspruch ;-)

Jetzt lest den Text nochmal und stellt euch vor Marcel Reich-Ranicki würde sprechen :D

Sonntag, Mai 30, 2010

Wenn man Perfektion erreicht hat…

image

Gibt ja ne Menge Schwachsinn im Netz, aber das hier hat mich echt verblüfft. Die Aussage ist: “Hat man einmal Perfektion erreicht, kann man nicht mehr besser werden.”

Und Sean Connery sieht so aus, als könne er nicht einmal schlechter werden.

Donnerstag, Mai 27, 2010

Der kleine Hobbit – auf Russisch

Das ist einfach zu schön, zu skurril und herzwärmend um es nicht zu bringen!

Hinter dem Link verstecken sich Illustrationen zu einer alten russischen Ausgabe vom “Hobbit”, der Vorgeschichte zum “Herrn der Ringe”.

Noch ein paar Jahre, dann kann ich den auch mal wieder lesen :D

Dienstag, Mai 25, 2010

Blogging for the Future

Der Titel ist nonsens. Ich hab nur gerade einen Zurück-in-die-Zukunft-bezogenen Artikel gelesen und mir fiel nichts besseres ein.

Zur Sache:

Ich habe vor in Zukunft mehr über Twitter zu machen, das ich ja auf der Frontseite meiner Website integriert habe, dafür gibt es hier wahrscheinlich weniger zu lesen, was aber die Qualität heben könnte (aber sicher nicht wird, sind wir doch mal ehrlich).

Da ich jetzt wieder ganztags arbeite und NICHT online kann, was mir überraschend wenig ausmacht, veröffentliche ich ohnehin weniger.

Damit müssen wir alle klarkommen. Tut mir leid.

Sonntag, Mai 23, 2010

Homepageupdate 3.5.1

Die Startseite ist jetzt neu gestaltet, es gibt 6 verschiedene Fotografien von mir, die zufällig ausgewählt und angezeigt werden. Dann ist noch mein Twitter-Account eingebunden und links gibt es einen Direktlink zur Seite meines Romans.

Weitere kleine Änderungen:

  • Das Menü ist jetzt auch zweisprachig
  • Auf normanblog.de gibt es einen neuen, humorvollen Header

Insgesamt ist alles also cooler geworden ;-)

Weil ich den ganzen Tag daran gearbeitet habe, hab ich nix gegessen, nix getrunken und friere jetzt, meine Füße sind eiskalt.

Donnerstag, Mai 13, 2010

Rettet eine Iranische Lesbe!

Ganz schön reißerische Überschrift, was?

Nun, aber genau das erwarte ich von euch, geht auf diese Website und gebt eure Stimme dagegen ab, dass Kiana Firouz zurück in den Iran abgeschoben wird. Nachdem sie eine kritische Reportage über den Umgang mit Homosexuellen im Iran produzierte, wurde sie zu Folter und Todesstrafe verurteilt. Das blüht ihr jetzt, wenn England sie abschiebt.

Gebt eure Stimme ab! Sonst klebt Blut an euren Händen, wer wegschaut ist Mittäter!

100 Peitschenhiebe und Erhängen, nur weil sie Sex mit Frauen hat.

Genau deswegen habe ich ein Problem mit den Weisen aus dem Morgenland, den bärtigen, alten Männern, die den Leuten sagen, was sie denken sollen.

http://maedchenblog.blogsport.de/2010/05/12/rettet-kiana-firouz/

http://www.nerdcore.de/wp/2010/05/12/save-kiana-firouz/

Sonntag, Mai 09, 2010

Ich begehe gerade Facebook-Suizid!

Die Gründe dafür sollten allseits bekannt sein und es ist nur konsequent von mir zu meinen Werten zu stehen. Schließlich bin ich Pirat! Verdammt nochmal, warum hab ich mich denn da angemeldet!

Facebook legt mir Steine in den Weg, aber ich tue es, ich lösche soweit alles und dann werde ich mein Konto nicht nur “deaktivieren”, ich werde es ENTFERNEN!

Es hat etwas gedauert, aber jetzt habe ich es erkannt:

 

FACEBOOK IST DAS BÖSE!

 

Facebook will das Netz übernehmen, ist gegen offene Systeme, unterdrückt seine Konkurrenten, seine Mitglieder und scheißt ganz einfach auf unsere Rechte. Mehr noch als jedes andere Social-Networks-Portal.

Das war’s ich bin weg. Irgendwann muss man einfach einen Schlussstrich ziehen.

 

Und hier seht ihr, wie ihr das selbst machen könnt (solltet):

http://www.gertis-pc-tipps.de/fortgeschrittene/so-kannst-du-dein-facebook-account-loeschen/

https://ssl.facebook.com/help/contact.php?show_form=delete_account

Dienstag, Mai 04, 2010

EILMELDUNG: Meere Europas leergefischt

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,693002,00.html

SpiegelOnline schreibt:

“Die Überfischung der Gewässer um England und Wales hat dramatische Ausmaße erreicht: Innerhalb von 120 Jahren sind die Bestände um 94 Prozent geschrumpft. Wissenschaftler glauben, dass es in anderen europäischen Meeren nicht besser aussieht.”

Die Meere sind leergefischt. Wir brauchen ein Fischfangverbot auf eine Dauer von 2-3 Jahren, damit sich die Bestände erholen können oder zumindest eine Neuregelung, die die Fangquoten weit herabsetzt. Wir müssen aufhören in Tagen, Wochen und Monaten zu denken und den Profit über alles zu stellen. Wir müssen lernen global zu denken, größere Zeiträume erfassen und erkennen, wenn es knapp wird.

Sonst war’s das bald mit dem Fisch. Mir ist es ja egal, ich esse keinen, aber die Speisekarten einiger Restaurants würden um Vieles ärmer, wenn es keine Fische mehr gibt. Irgendwann kann man auch nicht mehr vor Somalia raubfischen oder teuer importieren, wenn nichts mehr da ist, ist nichts mehr da!

Verdammtnochmal!

Ohne Fische vermehren sich Algen, Quallen und Kleinstlebewesen ungehemmt und unsere Meere geraten total aus dem Gleichgewicht, was sie ja schon sind. Vor Japan greifen riesige Quallen Fischerboote an!